das TAGEBUCH 2005 auf woELFin.at
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- aug3v_int468 Wie in Gottes Namen erreicht man die Homogenität in allgemein zugänglichen Freizeitrunden?
Ja, also in Anbetracht der Tatsache, dass ich 2 Tage pausierte, gibts viel neues zu erzählen - auch lag
dazwischen wieder ein gutgelungenes Treffen mit meinen präferierten Nichtrauchern im Inigo. Nicht auszudenken
ists ja heute, dass ich die Gruppe fast verlassen hätte - und das nur, weil ein Schreck (in form des scharfzähnig
schrillen Vampirs) dort aufgetaucht war. Chefin der Gruppe ist die M. Die M. hat diese Gruppe initiiert, und
infolgedessen bin ich im Rahmen meines enthusiastischen Engagements bemüht, ihre Vorstellungen zu respektieren und zu
erfüllen. Ergo dessen wars auch nötig, mit ihr das Problem des scharfgezähnten Vampirs zu besprechen. Im Gegensatz
zu allen anderen Gruppeninitatorinnen meinte sie zu mir: nun - nur weil ich ein prob mit dem hätte, wär das ja
noch kein grund, dass er in ihre gruppe nimmer kommen dürfe. doch wurde ich mir im rahmen der einschlägigen problemsbesprechung
mit der andren führerschaft der andren gruppe dessen gewahr, dass zoff am tisch in einer freizeitrunde alles andere als
angebracht ist. nun gibts 2 möglichkeiten - entweder ich verlass die nichtraucherrunde, damit der vampir dort vielleicht
alle 2 monate einmal erscheinen kann, sodass das gesamte lokal angehörts seiner schrill weibisch kreischenden persönlichkeit
in form einer salzsäule erstarrt. oder man verzichtet eben auf seine anwesenheit, und ich kann weiter dort die rundmails
schreiben und liebe, gutbekannte freunde dorthin einladen. wiegsagt gibts leut die mir nicht auffallen. es gibt auch leut
die ich unattraktiv find oder meinetwegen unsympathisch, wennn mir aber jemand psychosomatisch bedingtes unwohlsein am
tisch erzeugt bis hin zu attackenartigen magenschmerzen - dann tuts mir leid. es geh ich oder es geht er. und wenn ich
bedenk, dass ich gestern mit dem gedanken gespielt hab, nicht hinzukommen, wäre das ein fiasko gewesen. ungefähr so ein
fiasko wie freitags, als keine der 3 zeitfrei chefs da war. denn ich bin keine von zeitfrei chefitäten. das sind andere.
nur den zeitfreileuten (das ist die grosse freitagsrunde mit teils rauchern) - denen war sofort klar, dass wenn eine/r
wichtige/r in der runde zoff mit irgendwem von aussen hat, dass der von aussen eben nicht in der runde willkommen ist.
und zwar in der gesamten runde. das ist grundprinzip einer runde - so wie es grundprinzip der diskretion ist, entweder
fakten oder namen zu nennen! ich nenn meistens fakten - die sind interessanter. na jedenfalls es gibt einen begriff
für den warnhinweis in bezug auf eine person ausserhalb der runde: das ist eine sogenannte hartl-warnung. im rahmen
der hartlwarnung wegen des käsigen vampirs kam auf zeitfrei die diskussion auf: 'Wir sind eine Gruppe mit Niveau, wir
rekrutieren uns aus dem STANDARD.at'. naja, liebe leutz, was glaubts ihr, wer die schlimmsten waren, welche ich je
in einer eignen oder fremden gruppe gesehen habe?
Das war mal ein Doktor med im frühjahr 2004, das war ein doktor der wirtschaftsuni. und zugegeben, es war auch einmal
ein tiefer prolet gewesen. der lof prolet. von ihm ist weiter unten die schreibe gewesen. ihn hatte ich anfangs
für nen netten kerl gehalten, als er sich aber in zeitfrei nicht einzugliedern wusste, wurde er gegen MICH aggressiv.
nun, ich mein rein faktisch, bin ich kein standardisiertes zeitfreimitglied. ich bin in der phase der jobsuche begriffen,
und ich war einmal zu lapidar angezogen gewesen, an nem heissen tag, im rahmen der runde. frau wies mich darauf hin,
frau wies mich auch drauf hin, dass ich acht geben solle, WEN ich zu zeitfrei einlade. und was tat ich? ich überzog
mich mit kleiderln und klunker, und ich guck, dass wir tunlichst nur standardisiertes publikum für die runde kriegen. weil die chefin
bin ned ich, und ergo halt ich mich an was die chefin will. um selber zu handeln wie es mir gfallt, gibst ja die strawbräuner runde.
dort geht zwar ka sau hin, aber des is wurscht. besser allein als in schlechter gsellschaft.
falls trotzdem wer wissen mag was ich gestern gmacht hab, soll er aufs katzerl klicken: das ist mein malbuch. ursprünglich wollt ich
in öl, acryl erscheint mir zu unnatürlich, schreiend, billig. aber öl ist umständlich. pastell hingegen ganz toll. macht spass und ich
les schon urviel bücher da drüber!
- aug1v_int467 Quadrupel aus der Graskammer
Gräuelberichte aus der Graskammer - oder 'Das Schrille Befehlslachen der WU-Absolventen'; eine FortsÄtzung
des Triptychon_des_Lachens: Für diese heißblütige 'Stori' überlege ich mir nicht mal die sonst für mich typischen Euphemismen wie etwas Graskammer oder auch Glaskammer.
Nachdem gestern ein nur recht laues Geschichtlein gelang, stecke ich heute wieder im Streitmail mit
einem der Newcomer unserer Nichtrauchergruppe des Inigo. Die Inigogruppe ist übrigens eine, welche ich
nicht mehr bewerbe, weil ich mich von ihr - wenngleich alleinsitzend im Strawbräuner - abgespalten habe.
Den netten Nichterschienen vom letzten Mal möcht ich nochmal freundlich für ihre teils kommentarlose
Abwesenheit danken - oh, ich hab auch schon glänzendere Abende im Bräunerhof gehabt. Carin von der Inigogruppe
und ich merkten, dass in recht absehbarer Zeit ein Intentionskonflikt auf die NR-Gruppe zukommt. Die Initiatorin
M. will die Gruppe klein halten bzw. langsam wachsen lassen; ich werd aber immer wieder auf die alternative
zu 'Zeitfrei' angesprochen. Eben weil sie klein ist. No was passiert dann. Ich zitter jedesmal, dass wir dann
vielleicht mal zvü Leut haben. Es ist ja eh nicht mehr mein Problem.
DENN: letztes mal hat ja der hier schon mehrmals erwähnte käsige schrill-lacher mit den spitzen vampirzähnen
dort sein wesen getrieben, was Sid und Mich von Tisch verjagte. Unsren Grauhund wahrscheinlich auch. Und ich
denk gern an Sid zruck. Wenngleich er für mich ein Mimöschen ist, ein Warmduscher, so werd ich ihn dennoch
ostentativ drum ersuchen, doch alternativ (zur alternative) in den bräunerhof zu.com; denn der schrille
vampir wu-absolvent will und wird sich seine krampfschreierei ned nehmen lassen. er wird kämpfen, er wird sie verteidigen
und was das schlimmste ist: alle joinen ein. ich kann also gehn. aber das ist wurscht. denn er war ja nicht
der einzige schrille wu-bruhaha lacher. so war auch jener lof gegenüber wohnend gewickelt. den hielt ich garnicht aus.
nun zur grundessenz: warum sinds die wu-leutz die so grauslich einherbrüllen - es ist jenes lachen, das sich
nach dem stimmbruch zum gemeinen managerlachen erhebt, in dem steckt immer etwas häme, übersättigung, schadenfreude
und an ihm rinnt das blut des über-leichen-gehns herab; darüber hinaus aber auch eine unablässige
grobschlächtigkeit, eine innere - die sich in der intimität eines allenfalls partnerschaftlichen alltags
gräulich äußern würde. es ist besorgniserregend, dass diese menschen allzusehr von sich überzeugt gar nicht
merken, dass sie in ihrer schrillen - ihrer aufdringlich rücksichtslosen art eventuelltest anderen
lokalbesuchern auf den keks gehen könnten. denn was für die zählt ist ja ohnehin nur ihr eigner (keks).
querverweis int369,370,375,376.
- jul31v_int466 Ob ich heute was schreibe
und ob heute leute darauf warten: nun es warten EIN Chello Broadband GmbH, Österreich und EINE
Deutsche Telekom AG, Deutschland - das reicht doch als argument, oder? es ist ein monologisierender
trash eintrag, der ist aber immer noch besser als ein erlebnisaufsatzartig anmutender pässlichkeitsbericht.
dennoch entbehrt er der wölfischen feder, diesen feinen klingen. jedenfalls wurde ich mir heute
der reize des dilettantismus gewahr, im musizieren - auch im malen. also wir hatten 2 gitarren und auf jeder
davon fehlte eine saite. es waren alles stahlseiten, aber eine war edler. ich ergrub ne melodie auf
der edlen und balancierte auf den 3 basssaiten, während das mäderl dazu im feinen seidenkleid
ballerinisch tanzte. ballerinisch übrigens ist ein von ihr kreierter neologismus, ich bin an dem nicht schuld.
wenn ich während des spielens mit ihr argumentiere und wölfisch vertrackt-verschachtelte übermanirierte
diktion aufwarte, merke ich, wie sie angespannt die brauen hebt; aber ich tu so als wäre das ganz natürlich.
man wundert sich dann auch, was das fünfjährige eigentlich schon für fachtermini aus allen möglichen
bereichen drauf hat, dass sie den untergang der natur thematisiert, ohne explizit dazu hingeführt zu werden,
und wie sie geschickt mit emotionen und teils manipulativen argumenten politisiert. das sind nette, verbindende
erfahrungen.
ja und übrigens das freitagsmeeting verlief wie immer fulminant; ich muss zugeben, ich war
das diesmal echt die frau machatschek. dafür hab ich ihnen ein kommentar- und verbesserungsvorschlägerecht
eingeräumt auf der dafür angelegten site, die niemanden interessiert. das wird nicht wahrgenommen, ich hatte
zb zweifel, inwieweit die idee eines nichtraucherecks am jour fix der freizeitgruppe begrüsst oder belächelt
werden würde. ich konnte das bei den vergangen malen recht gut einfädeln, und es auch beim nächsten mal
gekommt unterzubringen, wird mir grosse freude machen, wie auch das keilen dafür im lof chat oder bei den
schon allzusehr damit geplagten websis.
- jul29v_int465 Ausgesetzt
Ich habe einen Tag ausgesetzt, gestern wieder mit D. - dem akribischsten aller Leser gesprochen, ich
solle hier auf tag.html zu meinem stil zurückfinden, die Trashlogs rundum irritieren doch nur. Ka Sau scherts
ob i a Thomapyrin friss, odda ob i dran stirb. Und als ich ihm sagte, der Schlüti, der besteht aus nix - aus
aböslut NICHTS, als seiner Handynummer, und selbst DIESE beabsichtigt er aufzugeben, zu wechseln, da lachte er.
Dieser ist also der researchte Schmäh. Ich hab immer no so Hemmungen, wegen Frauen speziell, die mich da lesen
und dies hoffentlich nimmer tun. Die Männer haben schon schlucken gelernt, aber DIE sind begeistert. Nun, i mein,
es gibt auch solche, die mir ein mahnendes Mail schreiben, so als hätt ich mich mit meinem Künstlernamen
(Literatorinnennamen) verraten, disqualifiziert! Doch es war immer so, wers ned dapackt kann und soll si - 'schleichen'!
I mein es gibt auch Schreiber und Rinnen, deren Schreiberei mir selber zu tough ist: zu gefühlsdurchsÄtzt, zu offen
sogar, weils ihnen gelang was mir nicht gelang: ich hielt mich nicht geheim - und ich HALTE mich auch nicht geheim.
Was weiss denn Ich, warum ich in den letzten nächten schon wieder bis hinauf zu 65 http's gepusht hab, und mir
xagt hab, jez is schluss. ich sehe was ich will = Ich_Schreibe, Was_Ich_Will. Scribo Ergo Cogito, oder?
Da der letzte 'Große_Tag (Äh)' - nun, sagen wir mal - schiefging, can heut nix schiefgehn. i sitz wieder mit mein
modellmaxerl, und rund um mi 40 - 60 haxerl. dazwischen keil ich, kolportier ich, und veröffentlichkeitsarbeite ich.
der gestrige tag am eisenstädter haussee war so toll, dass ich mir heut am heissesten tag des jahres off nehmen muss,
dabei hätt ich eine soo liebe einladung nach lobau ghabt. marandjosef, schad. rot bin i eh schon.
- jul27v_int464 Vorm Großen Tag
Zuerst ein mal Tacheles gemailt mit dem Herrn, der sein Nichtdazupassen zur Zeitfreirunde mir in die
Schuhe schiebt - sowas kindisches jenseits der Mitte 40 ist mir in meiner gesamten ruhmlosen Blinddatekarriere
noch nicht untergekommen. Da er unablässig gegen mich feixt, beschließe ich, LOF doch nicht zu verlassen.
Nicht zuletzt weil ich gestern abend und heute früh mit recht vernünftigen Menschen dort chatten konnte und
weder aon.chat noch freenet.chat können mir das geben. Dieses Gefühl, mit zumindest halbwegs erwachsen
scheinenden Menschen zu chatten. Dass ein tiefer Prolo dort ein halber VIP ist - nun was soll ich dagegen tun.
Ich treff einfach gern interessante Leut, wobei die interessantesten gegangen, und die allerklügsten garnicht
erst in den Chat gekommen sind. Waffeln, so tief wie die einer Frau, kann ich dazu nur sagen.
Da ich einen großteils offline-Tag vor mir habe, beschäftigte ich mich in den letzten Tagen noch mit dem
Texteditieren der No-Name-Löcker. Nonames, das sind jene, die den Grundtenor meiner nun doch schon 65
https ausmachen. Es ist all diese eine Selbstkarikatur. Denn das wahre Schreiben findet immer nur hier statt - hat
auch immer nur hier auf tag.html stattgefunden. Ich mein, heut ists ein Blödsinn, was ich schreibe, aber sonst
ists echt. Eines wahren Grillschocks hats bedurft, einerseits mit den Trashlogs aufzuhören, andrerseits den
Umlaut Ä einfach leise sein zu lassen. Dann noch der Überwindung einer gewaltigen Hemmschwelle einfach wieder
genau so hier zu schreiben, wies mir kommt, und es kommt mir offenbar nur im html text. Ich weiss nicht ob
ein html kenner hier reinguckt, suchte nämlich gestern die Möglichkeit Zeilenabstand zu vergrössern, was nur
mit Stylesheet und grauslichen Mengenklammern geht. Ich handle nicht mit Mengenklammern, sondern eben
nur mit Eckerlklammern. Sowas führ'n wir hier nicht. Und Basta.
- jul26v_int463 Nun, ein langsamer Abschied von LOF
und ob dieser schwer fällt: Das Treffen von STRAWBRÄUNER ist Mittwoch, 27 Juli, 10 Aug.
- danach weiter 14tägig 19h im alten Wiener Kaffeehaus Bräunerhof, Stallburggasse! Eine
Suchmaschine weiß wo's langgeht. Als Erkennungshilfe liegt am Tisch ein gelbes Langenscheidt-Sprachbuch:
Wir suchen angenehm still unaufdringliche, nichtrauchende Menschen, die nicht unangenehm prustend
schrill lachen, sondern sich lieber mit verinnerlichten Werten zusammensetzen. Anmeldung wegen
beschränkten Platzes unbedingt via Mail notwendig.
Lautet einer der vier Absätze, die ich als Vermächtnis auf Love.at (genannt: LOF) hinterließ. Es ist
nun ein Zittern, ob der nette Master Philip I*** mir das so stehen lässt, denn wenn die Admins meinen,
da wäre eine Werbung drinnen, dann löschen die das ohne mit der Wimper zu zucken. Viele gelöschte wehren
sich dann nichtmal und nehmens als gegeben hin. Nicht so ich: ich bin stolz auf meinen Wölfinnamen in LOF.
Habe gestern nochmal mit den vom Prolo aufgehussten LOFs Tacheles gechattet. Viel gebracht hats nicht,
doch zumindest wars mir ein Anliegen, auch meine Stellungnahme dort abzugeben. Dass die Zauberfrau - meine
Immer-Freundin dort - sich dann auch vom Prolo aufhussen lässt, ist nur Bestätigung dafür, dass LOFs Zeit
eben gekommen ist. Mit Freitag werde ich 3 volle Jahre dort gewesen sein, ich hoffe dennoch, von LOFs
angemailt zu werden, auch weils mir drum geht, Menschen ins Strawbräuner zu bringen. Es geht ums Überleben eines
der letzten Wiener Cafes mit echtem Charme - auch gehts mir um ein Gegengewicht der gewichtigen Bruhaha-Atmosphären
in manch andren Singletreffs, bei denen ich Nolens Volens gleichfalls mein Wesen treibe.
- jul25v_int462 Kampf gegen Karteileichen wie Windmühlen
Endlich alle Tassen im Schrank: Maunz, das ist aber jetzt ein geiles Gfühl
Einerseits gehts drum, Karteileichen wieder loszuwerden, die ich verbrochen habe, wie zb Blogall. Im Lauf
des Tages stellte ich fest, dass meine http wie schon erwähnt auf 64 angestiegen war und es jetzt an der Zeit ist,
Schluss zu machen, da ich ja alle auf die eine oder andre Art ernsthaft betreiben will. Das ist ein ganz
tolles Gefühl von Ganzheit, speziell weil ich mir aller Passwörter gewahr wurde, ohne die es ja nicht geht.
Diese sind an 2 geheimen Papierstellen notiert - und ziemlich umfangreich. Schließlich gehts ja nicht nur um
User und Pass sondern auch um die berühmte alternative mail addi. Ich mein, ich hab ja mindestens 20 davon;
über die nen Überblick mir zu verschaffen würde das Schiff gehörig ins Wanken bringen. Lustigerweise im
Rahmen einer vorprogrammierten Karteileiche lernte ich die Ellen Deranged kennen, welche ebenfalls auf eigner
Domain schreibt. Ich glaube, was ich da mit den 64 Subdomains tat war eine Karikierung der Nichtigkeit von
Weblogs im Allgemeinen, dahinführend, dass das einzige was zählt, eine Landesdomain ist: Danke, Host.
- jul25v_int461 Jetzt hat der http Wahnsinn ein Ende
In Zeiten, wenn ich sehr verzweifelt bin, mach ich https. Dass letzte Woche mehrere, letzte Nacht 2 und heut
vormittag noch 2 dazugekommen sind, musste endlich zum numerieren und Karten anlegen führen. Bei blog-city
und blogall bin ich reingefallen, dafür aber gelang es mir, mich in mehreren ital. dörfern durchzuschlagen:
es würden mir eigentlich noch die französischen fehlen, dumm nur die karteikarten - ich kann jetzt keine mehr einfügen.
ich glaube aber das ist ganz gut so - habe nun den erdball abgegrast und zu dem ganzen qua in französisch einfach nimmer
die lust. sowas starres wie blogall übrigens hab ich noch nie erlebt, wird grad mal knapp von blog-city übertroffen.
wer nicht weiss wovon die rede ist klicke das bild mit der muschel.
Nun habe ich mich sogar um die blog-city gekümmert und bemüht. mit ein paar tricks kriegt man sogar die groß. auch
im französischen monblogue hab ich mich bemüht, eine karteileiche zu erzeugen, schnell geschehen, doch das procedere
schwerst unzufriedenstellend. ich komme nach 4 jahren subdomainhorten drauf, dass alle logs lug und trug sind,
dass der einzigen weisheit letzter schluss es ist, auf der eignen domain zu bloggen, was ich hiermit tue.
64 ist eine wunderschöne zahl - eine capicua zahl, die zahl der felder eines schachbretts. zwei hoch fünf 64 ergibt und 2 wie auch 5 für die chinesen wieder mythologisch sind. MISSON_ACCOMPLISHED: jez.can ich untergehn.
- jul24_int460 Schmerz und Befriedigung des Nichtdazugehörens
Den Schmerz des Nichtdazugehörens zu einer Gruppe kenne ich seit der Kindheit, und speziell die letzten Jahre
des Erwachsenseins haben mich weitgehend gegen dieses Kratzen am Ego immunisiert. Kern ist, dass man immer in
sich selbst ruhen möge und eigenständig die Menschen meidet, zu denen man eben nicht gehört. Nun, neben jener
Gruppe, die ich übermorgen selber initiiere, gehöre ich zu 2 andren Gruppen - einer Nichtraucherrunde, und einer
unendlich großen Freizeitrunde. In beide pass ich eigentlich nicht, und in beiden fühl ich mich unwohl. Unwohl,
weil mir die Leut zuviel, zu bruhaha, zu unübersichtlich zu schneidend sind. Schneidend insofern, als dass sie
gemeinsam an 2 Seen fahren, ich um Mitnahme ersuche, mich aber keiner kontaktiert. Nichtpassend insofern, als
dass mir eine Gruppenzugehörige im Suff erklärt, für die Gruppe sei ich zu unscheinbar angezogen und überhaupt zu
farblos. Aber mir macht das überhaupt nix, dass sie mir das sagt. Ich weiss im Grund meines Herzens, dass sie ein
unauthentisches Leben führt, ihr Wohlstand Trug ist, und das ihr im Suff die centimeterdick geeichte Solarmaske runterfällt.
Es kratzt mich nirgends, und schon garnicht am Ego. Ich weiss dass ich beide Runden brauch, wenngleich mir eine
halbdebil, und die andre brachial scheint. Aus Respekt erklär ich nicht, welche wie.
Und jetzt, weil ich die schrill-käsigen, die vampirhaften Brachiallacher selber nimmer ertrage, die ostentativ
rauchenden, deren Lieblingsspruch es ist, selber EH aufhör'n zu wollen - ich hab die Nase voll. Ich pass mich zwar
an die 2 Hauptgruppen an, gründe aber meine eigene, für die ich mir die Leute aussuchen kann. Aussuchen besteht darin,
jemandem sagen zu dürfen, dass er heut das erste mal da ist und das letzte mal da war. Das ist befreiend.
Beruhigend, grad für mich. Wenn man dieses Ausgeschlossenwerden vermeiden will, muss man ein Chamäleon sein, das versuch ich zu sein.
Also: für die akademische Snobgruppe zieh ich mein bestes Kleid an, umhäng mich mit Klunkern, und trag sogar nen
unnötigen Chiffonschal. Dass ich immer sauber nach der Schreibe rede, hab ich im Blut. Ist das Thema Arbeitslosigkeit Tabu,
nehm ichs nicht in den Mund. Wird schrill vampirhaft gelacht, versuche ich, einen Platz weiter weg zu finden. Ich geh,
und ich denk mir meinen Teil. Weil ich brauch nun mal diese Gruppen - speziell die Nichtraucherrunde hat mir immer
ätherische personen zugeführt. und ich darf dort die Adressenliste verwalten. ich hab eine aufgabe, auch wenns
manchmal hart ist, ja und auch, wenn ich so manch käsigen vampir von dort einfach streichen möcht. nun - in meiner
eignen gruppe darf ich das - möge sie gelingen.
- jul23v_int459 Amis de Passage - Chemins de Traverse
Für den Lof chat wurde gschwind Ersatz gefunden; bin nun mit Dunja im Aon chat - ist mindestens genauso gut
nur mit weniger verbittertem Publikum. Der Gurugewandete Besucher der Nichtraucherrunde war sehr großzügig
zu mir gewesen; so sehr, dass ich mich in seiner Schuld fühle und ihn zumindest auf einen Kaffee einladen sollte.
Dass er mich gestern telefonisch am falschen Fuß erwischt hat, was laufend mit Männern vorkommt, dürfte jedoch
zur Folge haben, dass ich ihn nicht mehr sehen, lesen oder hören werde. So wars mit Gilles, so ist's mit Walpi.
Ich schrieb meiner sonnigen Freundin Chiara, dass es eben Menschen gibt, welche bestimmtes in unserem Leben hinterlassen,
das ist ihre Aufgabe: danach Gehen_Sie_Leise. Es war so mit meinem Lebenslehrer Roli gewesen. Nach September 03 war
er gnadenlos aus meinem Leben verschwunden. Ein halbherziges Sms konnte ich ihm noch entpressen, danach nie mehr irgendwas.
Auch er: Statisch_und_Established - Gnadenlos. Verlieren geschieht immer, um neues zu gewinnen, nur loslassen muss man können.
Und was nun sind die Chemins_de_Traverse: das stammt aus einem Lied von Francis Cabrel. Es ist so, dass
Lebensbegleiter, speziell aus der Schule, irgendwann einen andren Weg einschlagen und daraufhin schlichtwegs
nimmer ins eigene Leben reinpassen. Allegorisch umgelegt ist das am besten zu bebildern mit ehemals wilden, die plötzlich
ein Kind haben, und in der Folge über garnix andres mehr reden. Kinderlos bekannte wenden sich gezwungenermaßen ab,
dafür kommen andre Mamis ins Spiel. Ist sehr schwer, nach dem Weggang eines Amis_de_Passage keine Bitternis zu verspüren und
schon garnicht auszustrahlen - ergo auch das Motto: Ich_Gehe_Leise. Interessant auch, wie manche Menschen ihre
Maske verlieren im Moment, wo man sich abwandte. Da gibts jene, die einem bitter das Hackl ins Bürzel hau'n - und andre
gibts, die es wegstecken. Dieses Wegstecken verlangt menschliche Größe.
Ich hab nun eine Zehnerschaft an mehr oder weniger guten Bekannten und biophilen Leuten ins Strawbräuner geladen.
Straw wegen des Lognamens Straw.twoday, Bräuner wegen des Bräunerhofs. Ungefähr die Hälfte davon ließ garnix von sich hören.
Es sind dies teils ja auch Menschen die ich noch kaum kenne, aber von denen ich weiß, dass sie biophil sind: also in
keinster Weise ungustiös, grobschlächtig, mädisch kichernd oder auf andre Weise unangenehm auffallend.
- jul22v_int458 Avantgarde - Anspruch - Authentizität
Mit meinem längstgeprüftest liebsten Leser diskutierte ich gestern das Triple-A des Strawbräuner.
Es fällt mir unglaublich schwer, diese Zäsur anzusetzen darüber, wen ich in dieses Treffen einlade, und
wen ich davon - absolut nicht bösmeinend - fernhalte. Ich habe festgestellt, dass es die - von mir so
genannten - biophilen Leute sind, die ich dafür suche. Das sind Menschen, welche mir in Freizeitrunden oder
durch schon jahrelange Bekanntschaft durch ganz feine und leicht erklärbare Merkmale auffallen: nichtrauchend,
nicht prustend hustend, nicht eine sonor dominante Bassstimme an den Tag legend, männliche nicht übergewichtig,
weibliche meinetwegen gern: schlicht weil, na so halt.
Ideal verinnerlicht vergeistigte Menschen, welche aber deswegen auch keine Hardcore-Esoteriker sein müssen.
Die müssen auch keine Vegetarier oder hagergeprüft zertifizierte Ernährungswissenschaftler sein. Es ist bei den
biophilen Leuten auch garnicht ausschlaggebend, dass sie jetzt mordsmäßig gebildet, akademisch und belesen
sein müssen. Ich mein klar, sie sollten auf irgendeinem Gebiet was zu sagen haben - sie sollten in Gottes
Namen nicht halbdebil sein und halbdebile gibst mehr als ihr glaubts, speziell im Love chat.
Wer oder was sind jetzt die Unbiophilen? Sie sind weder biophob, noch nekrophil. Sie haben schlichtwegs
eine Eigenschaft oder eine der Eigenschaften, die mir, wenn ich mit solchen Menschen an einem Tisch sitze,
als negativ, als beklemmend auffallen. Es sind dies fatalerweise Eigenschaften, die den herkömmlichen Menschen
zu G'sellschaftswurz'n werden lassen, sie als quirlig mädisch kichernde Gesellschaftsnudeln erscheinen lassen.
Es ist auch nicht so, dass ich diese Menschen jetzt angreifen will, doch bei deren schrillen Lachern, oder
brachialen Stimmbruchlachern sind sie fröhlich, während MIR das Blut in den Adern gefriert, SIE mir damit
wie mit einem Messer mitten im Magen rumwühlen, mein Rückenmark wie eine getrocknete Vanilleschote aussäbeln.
So bin ich eben gewickelt und wenn ihr jetzt sagts i hab an Vogel, dann bin i eben die Wölfin. Ja und grad
gestriges Gespräch mit meinem mir liebgewonnenen hier nicht näher genannten Leser, wie auch die Reaktion des
Gurugewandeten auf die vampirhaft käsige Erscheinung eines schrillen Krampf-Komm-Raus BruhahaZischers am Tisch,
die bestätigt mir, dass ich nunmal nicht die einzige bin, die so empfindet. Es müssen wohl viele Menschen sein,
die diesen Vogel haben: ich will sie finden.
- jul21v_int457 Strawbräuner
Gestern, als nicht nur mir auffiel, dass der schrill, fast weibisch plärrend anmutende käsige
junge Herr mit den vampirartig spitzen Zähnen spitz und schallend lachte, da fasste ich den schwerwiegenden
Entschluss, eine eigene Freizeitrunde zu gründen. Es fällt mir so dezidiert auf, welcher Menschen Schwingungskreis
da hineinpassen würde - und welcher Menschen Schwingungskreis dies eben nicht tut; da gibt es nur hopp oder tropp.
Irritierend war für mich bis dato die Rigidität dieser Auswahl, doch ich kann gegen diese Auswahl garnichts: also viele
meiner früheren Bekanntschaften (w./m.) rauch(enhuste)ten zum Beispiel und ich traf sie selten bis nie. Andererseits
wiederum stellte ich speziell in meiner bisherigen Nichtraucherrunde fest, dass neben brüllenden Krampfbruhahaprustern
auch stark verinnerlichte und sehr 'überzeugte' Menschen zu dem Treffen kamen, schon alleine, weil diese
sich von der Idee des Nichtrauchens angesprochen fühlten, und auch alle Eigenschaften dafür mitbrachten. Das ist schwer
zu erklären, wenn man kein Bild findet, um es allegorisch umzulegen. Nun, stellt euch nur mal vor, ihr geht
beim Macrocosmos am Fleischmarkt in der Inneren Stadt mittagessen. Das sind durchwegs ätherisch (nicht eso-) orientierte Menschen,
die dort einkaufen gehen, alles läuft friedlich ab - grade so, als wäre man in einer Sekte. Ich mein, das bedeutet
jetzt nicht, dass ich selber gern zum Macrocosmos essen gehe: es ist zu teuer, man muss zu lang warten, man fühlt sich verarscht,
und so weiter. Aber diese Selbstverständlichkeit, fast so, als wäre es eine Sekte, wo jeder weiß, was der
Grundtenor ist, und dies aber verinnerlicht in Selbstverständlichkeit übergeht: Das_Suche_Ich. Und das ist so
entschieden, so klar, wenn ich solchen Menschen begegne, die müssen jetzt nicht unglaublich gscheit sein und schon garnicht
gscheit reden, aber sie mögen schlicht in der persönlichen Begegnung angenehm wirken, meinetwegen auch farblos aber natürlich um
Himmels willen nicht ungepflegt oder sonstwie abstoßend clochardähnlich, mit beamtisch anmutender Rundglatze
lorbeerkranzähnlich gekrönt mit voluminösem Haarkranz, sowie irr spitzrunder Darmwampe.
Es ist nun eineinhalb Jahre her, dass ich mehrmals wöchentlich diese Bräunertreffen veranstaltete: damals waren sie so etwas
wie versteckte Blinddates, doch ich habe zum Blinddaten aufgehört. Nun, all das Feuer, das ich ins
Werben für 2 andere Gruppen bisher gesteckt habe, soll jetzt in einer neuen Sache aufgehen. Meetings im Bräunerhof: zum Erkennen liegt am Tisch irgendein Buch von Langenscheidt, eines wie die Wörterbücher, die da drunter abgebildet sind,
oder ein Buch mit einem Hollandbild drauf, oder ein Japanischbuch mit einem Japanbild (30 Stunden Japanisch), na jedenfalls
irgendein gelber(!) Langenscheidt. Der ist kaffeehauskompatibel und fällt trotzdem auf.
Eigenschaften der geschätzten Teilhabenden an dieser kleinen aber feinen Runde kann man wie folgt umreißen:
Wir rauchen nicht, wir lachen nicht schrill, wir sind nicht krampfhaft auf Bruhaha aus; es geht schlicht
darum, sich auf geerdeter Basis mit ätherischen Inhalten zusammenzusetzen und die Innerlichkeit nicht
zu scheuen. Es ist wie im Februar des Vorjahres: Wenn keiner kommt, dann sitz ich eben allein dort und lese Kraus' Aphorismen
oder den Polgar (danke C. Wolf, danke immer noch). Unter dem Bild mit den Langenscheidtbüchern findet
Ihr den Link, der der Strawbräuner-Gesprächsrunde gewidmet ist. Anmeldungen ergehen bitte wie üblich per Mail an mich.
- jul20v_int456 Eine Krankheit wohl
Ich glaube wohl, es ist eine Krankheit: Nach dem Aufstehen habe ich mir gradmal ne Tasse Tee gekocht,
dann gings ab an den Computer: dem stinkigen Prolo von LOF und dem 2D-Grillschock ists zu verdanken,
dass ich mehr Spass habe im Internet als je! Aus Freude hier ein neuer Tag.html-Eintrag und so vertreib
ich mir die Zeit, bis ich Holunderblütensaft kaufen rollere und danach den ostentativen Nichtrauchern
einen Besuch abstatte.
- jul19v_int455 Im Jahr 2005 (entspricht 'v')
Nach 2,5 Jahren mit 'Spielzeug' habe ich nun Twoday abgedreht; ein Freizeit- und ein Nichtraucherlog
sind dort noch online, jedoch strikt ohne Kommentare. Darüber hinaus halte ich mich nach einem halben Jahr
LOF Chatterwahnsinn vom Chat fern: ein dort stinkiger Prolo hat dafür gesorgt. In Erinnerung jedoch
behalte ich jene wichtigen, guten und interessanten Menschen, allesamt gebunden - die mir dort anfangs
begegnet sind. Haufenweise gab es auch Warmduscher dort, diese Zeit ist jedoch vorbei. Im Zug des Updatens
meiner Frame-Seite besonn ich mich auch dieser guten, altgedienten Tag.html und werd ab und an Nichtigkeiten
drin vernichten: Nichtssagende - denn es bleibt nichts mehr zu sagen: zuviele Leser/-innen die ich hier nie einlud
haben mir erfolgreich den Saft abgedreht.
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