398-Gruß_zu_Augustens_Hundstagen

eine reihe an abhandlungen wären mir für den sommer wieder eingefallen, aber immer wenn ich offline war. zum beispiel hätte ich was gehabt zu praktikantin_hildegunde, die ein alter ego ist von olaf schuberts praktikabler praktikantin solveig. es ist das meiste einfach diesen erbarmungswürdigen hundstagen zum opfer geworden. dafür aber mach ich in letzter zeit viele gute schöne fotos. unter meinem nickname (siehe domain-name) sind selbige auf flickr öffentlich zu bewundern. das führt dazu, dass ich mehr ausflüge mache und mich in callelibre oder openpiano einbringe, was enorm viel spaß macht.
gleichzeitig habe ich mich aber von der stadtzeitung falter emanzipiert. ich lese ihn nach wie vor enorm gern, vor allem die essensrubriken – bin jedoch nimmer unter den initiativen inseriert. wenn ich dort rausfiel, sandte ich bis dato immer eine erinnerung, tue dies aber vorläufig nicht mehr. ich will mir in dieser anstrengenden hitze nicht druck mit schreiben machen. es ist der 5. und noch ganze fünf tage leiden wir im osten des landes unter den auswirkungen des klimakollaps. schuld sind alle, die in urlaub fliegen – denn sie sorgen für die verbrennung des kerosins in den lufträumen.

397-Hemmschwelle_Anmeldepflicht

immer wieder wirke ich auf veranstalter, die um die besucherfrequenz ihrer veranstaltung zittern (müssen), sanft drauf aufmerksam: bitte tuts doch kein U.A.w.g. rein. Das kann fatale folgen haben. Denn wie ich mich kenn: die hälfte der termine verschluder ich sowieso, weil sie im elften von achtzehn kalenderbüchern stehen. Und ich kann unmöglich mehrmals täglich alle papierkalender kontrollieren. Und wenn ich mich nicht angemeldet hab, trau ich mich dann nicht hingehen. Weil wo samma denn, da style ich mich, komm dann dorthin und krieg vielleicht sowas entgegengeschleudert wie den killersatz ‚sie sind nicht auf der liste‘. ‚NEIN DU NICHT‘ heißt das auf deutsch. Und was ist wenn ich mich anmeld und dann nicht hingeh? Dann fehlt bei mir das hakerl und man haut mich möglicherweis aus dem verteiler raus, weil mit dem anmelden pickt dann mein präsenzimperativ und stresst mich nur. Und würd ich auf die veranstaltung gehen, nur weil ich mich in froher voraussicht angemeldet hatte, dann hätt ich eh keine freude damit. Weil mir das dann vielleicht spontan eh nicht in den tag gepasst hat. Ich werd mir dessen gewahr, dass die zeit, wo ich verlässlich termine einhielt und versprechungen erfüllte, nun schon vergangen ist. Es dominiert immer zuerst der selbstschutz, sich selber nicht – nur wegen des nett-seins – zu sehr zu überfrachten. / pic by teroVesalainen, pixabay. 213w

396-Papas_Of_The_Inet

heute gabs 3. teil der serie übers internet im radiokolleg. Und da ich meinen urlaub daheim teils im bett verbringe, kann ich mir das bequem anhören. Etwa kreierte william gibson den begriff cyberspace.
Mark weiser sagte das ubiquitous computing voraus, damit smarthome und tablet.
Paul rastl – er kommt in der serie wohl nicht vor, ist aber vater des ösi nets. Indem er verantwortlich zeichnete für unterteilungen wie gv.at, ac.at, wohl auch or.at
hinzuzufügen ist: wer heute über nic.at noch nachschauen will, wer welche domain gepachtet hat – bis vor der dsgvo konnte man dies noch: schmäcks. Man muss sich vor nic offenbaren, wer man ist und WARUM man es wissen will. Sehr blöd für mich. Nicht nur einmal brauchte ich von dort einfache kontaktdaten des wirklichen besitzers einer domain und das recherchieren hat dank nic viel freude bereitet. Schöne news from the day: dank eines nun schon länger im leben exisitierenden freundes habe ich beschlossen, mein flickr . Com / woelfin zu revitalisieren. Was in beiderlei hinsicht eine wirklich sehr gute wahl war. Schließlich betreib ichs dort ja bald 13einhalb jahre. Die woelfin domain ist vor drei monaten sechzehn geworden. Und sie macht recht bald matura, frühreif wie sie ist. Lol.

395-Pfertal_Equitation

da ich eine – nach immerhin 7 monaten – wohlverdiente arbeitsfreie woche hab, kann ich die pferde equitation, vor der ich bisher aus politischen gründen zurückgeschreckt bin, doch ausbauen. Es geschieht vor allem mit hilfe des kuriers. Da wir ja ein untersuchungsfreundliches land sind, würde ich schon jetzt dazu raten, die dazupassenden stories des kuriers für einen vielleicht im jahr schnee zustande kommenden ausschuss zu sammeln. Ich hab sie leider schon alle verschludert, aber noch weitgehend die bestandteile im kopf. Es geht darum, neben tierschützerischen gründen, auch vor augen zu führen, wie sinnbefreit die doch durchaus impressionistisch-pittoresk anmutende graziöse idee der berittenen exekutive letzten endes sein wird. Hierzu benötigen wir eine aufzählung, eine numerierte. Und action.

  1. die linkslinke krawallgruppe ist nicht zwingend kongruent mit den tierschützern, etwa von peta. Which means: diese armen tiere bieten eine enorme angriffsfläche für das, was in der hitze des demo-gefechts von seiten jenes unsympathischen blocks ausgeht. Anstatt dass die pferde eine hilfe sind, werden die polizisten damit befasst sein, die pferde vor diesen lausigen angriffen zu schützen.
  2. so müssen auch die stallungen geschützt werden, am besten mit videoüberwachung. Vielleicht sogar mit einem security service, nachts.
  3. koppeln, da ist – wenn ich mich aus dem kurier recht erinnere – die rede von koppeln für den auslauf: in simmering. Auf einem gebiet und einer fläche – wer weiß – zwischen zentralfriedhof und kaiserebersdorf (?), wo man sonst möglicherweise wohnflächen für mindestens 4000 pax errichtet hätte. Was nicht bedeuten soll, dass ich verteidigerin solcher hardcore wohnblöcke wäre.
    Auch diese koppeln müssen ja entsprechend abgesichert werden. Vor den wölfen, die um die mauern wiens lauern, aber auch vorm homini lupus.
  4. kaum ein findiger züchter wird seine wertvollen pferde, die vermutlich auch noch weiß gott was für stockmaße und ähnliches erfüllen sollen, der exekutive anbieten. Edle sind zu nervös. Nervenstarke kaltblüter sind, so sehr ich pferde mag: zu dumm und auch stur.
  5. keine pfertaln also, für zuvü mäderln, die reiten wollen. Sie müssen einen reiterpass und erfahrung mitbringen. gibt’s genug bei der exekutive, wiewohl auch sonst die exekutive mit ernstzunehmenden personalproblemen kämpft.
  6. der transport der pferde bedingt einen großen pferdewagen, so einen transportwagen, einen anhänger. In ösiland existiert ein einziger solcher, kostet ein vermögen, fasst 14 rösser.
  7. ein atout, mit dem unsere stadt ganz besonders vehement gegen die pfertal idee opponiert, sind die plastikhufe. Beschlagen kostet 1000 statt 250. so eine erfahrene fiakerin, die hierfür zu rate gezogen wurde. Damit entgeht uns das sonst so würdige hufeisen-geklapper. Und das war es jedoch, weswegen man die pfertaln ob ihres würdigen auftretens engagiert hätte. Man kastriert die pferde mit dem plastik um ihren ton. Lt fiakerin haben sich die hufplastiken im echtbetrieb als ineffizient erwiesen – in jeglicher hinsicht.
  8. man muss sich einen trainer kaufen. Vermutlich einen aus dem ausland, primär spanien. Weil, was zu zähmen sein wird, sich wie ein stier aufführen könnte. Der wird ein leben wie gott in frankreich führen, unser spanischer bereiter in wien. Er wird mit titeln behangen werden, in der cottage leben und mit tausenden horden an orden dekoriert werden. Er wird mit einem adelstitel in seine heimat zurückkehren. Unter posaunen und schalmeien, schamlos.
  9. die halle. lässt mich denken an die Th.Militärakademie. hatte die nicht pferde? also war das nicht LV-sache? landesverteidigung. und konnte man das nicht verwenden? will sich die exekutive hiervon emanzipieren? das lässt sich für mich nicht erklären. aber in jedem fall brauchen die tiere für ausbildung, als arbeitsort für den herbeigekarrten trainer und auch als trainingsort für die wohlgesonnenen inspekteurinnen eine HALLE. die wird auch sehr teuer, inklusive ihrer sicherheit. all diese kosten dividiere man dann durch die am ende tatsächlich durchgeführten einsätze. einsatzort donauinsel etwa, gegen freizeitsportler und rinnen. sinnbringend – sei dahingestellt.

was hat es mit dem begriff der equitation auf sich. Sie rührt her aus der englischen equation, gleichung. Aber auch aus der equitation (pferdekunde). Kontra-equitation spielt mit dem begriff kontraindikation (in der pharmazie). Was in nächster zeit noch hier auftauchen wird, ist als pensions-equitation geplant. Die hat mit pferden dann nix mehr zu tun, aber das wort ist halt so schön.
zur abrundung der für uns alle anstrengenden auflistung, will ich sargnagel zitieren: ‚licht ins dunkel ist die dunkelste sendung des jahres‘. (gehört auf der lesebühne xmas10-12, danke, frau stefanie). pic by devanath pixabay. / 600w

394-Kontra_Equitation

grundsätzlich soll es ja hier nicht politisch werden: latent wirds das dennoch hin und wieder. etwa habe ich – dank einer reihe an einschlägigen berichten des kurier – eine liste an 10 anti_equitationen hinsichtlich der berittenen exekutive angelegt, hätte diese mit unglaublich witzigen aspekten, wie etwa einem in wenigen jahren drohenden, einschlägigen U-ausschuss semantisch überfrachtet, tat dies aber letztlich doch nicht, aus angst vor dem großen bösen bundestrojanischen pferd.
nun und dann gabs da noch dies: #12stundentag. hier sei der kompaktheit halber hierher verwiesen Fair_arbeiten und es ist wahr, man glaubts ja kaum. als das 12 stundending in wko und IV noch in der schublade lag, da wollte man es dem volk mit dem lockenden titel fair-arbeiten schmackhaft machen. das umstrittene, sich selbst verballhornende video tut dazu sein übriges. es war urschön, selbst teil der über 100000 menschen gewesen zu sein, die demonstrieren gingen. in den fachlich fundierten reden fiel auf:
familienpapa erzählt vom frust, den sohn bei einer aufführung oder fußballspiel nicht begleiten zu können
fr hamann erwähnt ältere arbeitssuchende, die da definitiv nimmer mitkönnen
was immer wieder untern tisch fällt: nicht DU bestimmst, wann du die angestauten freizeitblöcke aufbrauchst. das macht der chef, wenn grade mal flaute ist. dass dann alle deine freunde nicht ‘können’, das versteht sich wohl von selbst.

393-Gelb & Handy_watching_U

also erstmal eine nachfolgestory zur vorherigen. 2 wochen später war ich wieder auf so nem sprachtreff, wieder die einzige. sehr sehr liebe native speakerin, eine spur jünger als ich. haben uns super unterhalten, wie 2 freundinnen, in einer fremdsprache. jetzt sind wir auf facebook befreundet. ungefähr so läufts, wie ich mir das vorstelle.
zum handy watching. wenn man in der öffentlichkeit mit dem handy rumtut, soll man aufpassen, dass man mit dem fotoobjektiv nicht versehentlich auf eine person (zielt). passiert leider sehr oft, dass man solchen unvorsichtigen leuten gegenübersitzt und sich nicht des eindrucks erwehren kann, dass einen die verbotenerweise fotografieren. sowas halte ich für sehr fies. ich habe daher ein handytäschchen, mit dem ich das objektiv immer abdecke, wenn es zufällig auf wen gegenübersitzenden gerichtet ist. ja und sonst kann man eh nicht viel machen.
dies, werte hwg LS – hochwohlgeneigte leserschaft – wirds wohl mit meinem obligatorischen juni eintrag geworden sein. was kurzes noch:
wenn du eine motte erschlägst, denkst du eigentlich drüber nach, ob diese motte in irgendwelchen sozialen strukturen gelebt hat? ob sie vielleicht nun ein erbe hinterlässt, ob kinder oder ein partner auf sie vergeblich warten und ob deswegen nun vielleicht irgendjemand zu benachrichten wäre?

392-Keine_Gelbe

also DAS heute war in jedem fall keine gelbe. Was war das. Ich glaube, einfach nur ein albtraum. Ich motschgere ja ab und an hier auf meiner seite und beschreibe nicht immer alles rosarot. Wenn ich aber motschgere, füge ich hinzu, wie es eigentlich besser gehen würde.
Also es gab heute wieder eine sprachrunde für fortgeschrittene. Fatalerweise waren nur 2 angemeldet. Ich und eine frau K. Ich war schon ne halbe stunde vor beginn anwesend. Die alte native speakerin, die das hätte leiten sollen, war auch ziemlich früh da. Sie schlug aber lang zeit tot, indem sie bis 5 minuten nach beginn am empfang tratschte. Schlussendlich bequemte sie sich dann doch verachtungsvoll zu mir an den tisch – denn die frau K war eben nicht erschienen und mit mir allein wollte sie nicht reden. Nicht nur dass die frau alt war. Oid bin i söwa. Aber ich weiß wenigstens damit umzugehen. Sie führte alle eigenschaften mit sich, die man als alte frau keinesfalls haben sollte. Sie steckt ihre zungenspitze heraus und versucht minutenlang, von jener gealterten spitze ein vermutlich draufklebendes haar runterzufischen. Sie entblößt mehrfach die nackten achseln unter ihrem ärmellosen kleid, um zu beweisen, dass sie dort keine haare hat. Sie zieht sich irgendwann den rockteil des kleides hoch, um irgendwas an den knien zu tun. So provokant, dass ich krampfhaft in die andere richtung schauen muss. Überhaupt. Wir sitzen zu zweit da und müssen nun reden, aber ich will diese ausgeburt des grauens einfach nicht ansehen. Sie sähe nach objektiven kriterien für ihr alter (um die 70 wohl) durchaus gepflegt aus, aber die hälfte ihres aufgetragenen lidschattens ist schon runtergefallen – und es wäre alles nur halb so schlimm aber was sie mir zu allem noch dazu antut, ist, sie hustet immer wieder, immer öfter, aggressiv und konvulsiv. In meinen tee hinein. Sodass dieser schuldlos geknechtete tee die nun darin verfangenen viren nicht mehr einfach so wegatmen kann.
Ja und dann zu unserer konversation. Es gäbe ja nix bessres als ne native speakerin 2 stunden für sich zu haben. Auf dem eigenen niveau bestmöglich lernen, verbessern, vokabular, semantisch und syntaktisch. Ein traum eigentlich. Doch nicht mit ihr. Sie schießt mich immer wieder an. Nicht mit blicken, denn ich sehe dieses menschliche grauen ja kaum an. Aber mit torpedoartigen fragen. Förmlich eine lebensbeichte muss ich vor ihr ablegen. Über meine abgebrochenen studien und die bewusst nicht in gang gesetzte gebärmutter, über alleine-wohnen und was weiß ich nicht alles. Und tanzen solle ich gehen und musik solle ich hören, auf konzerte solle ich gehen und alle bücher solle ich ihr erzählen, die ich gelesen habe. Ich versuche zwar, ihr das buch vom albert (zuvor hier rezensiert) zu beschreiben, aber ich WILL der grauslichen alten F__ (sorry, gibt hier keine euphemismen mehr…!!!) dieses schöne albertbuch nicht erzählen, sie kapierts ja eh nicht. Perlen vor die säue, perlen vor die alte, urgrauslich sich aufführende frau wäre dies doch. Eine beleidigung für den oh so beseelten autor espinosa. Und immer wieder in diesen wohl 27 minuten an krampf-komm-raus konversation gucken wir beide förmlich hilfesuchend zum eingang, ob denn doch die frau K noch kommt und ob die unbekannte, geisterhafte frau K mich vom übel dieser alten urgrauslichen native speakerin befreien kann!
Ja und es gibt einen trost in alldem. Ich war vor 6 monaten am selben ort. Damals hat marie-angel diese grauenvolle alte frau vertreten. Aber was hatte mir die alte hexe zu beginn unserer krampfkonversation gesagt? Dass sie JEDES sprachcafe in spanisch hier gehalten habe bisher: JEDES! Und ich weiß sehr genau dass dies nicht wahr ist. Weil ich war vor 6 monaten bei der marie-angel. Und diese marie-angel war so ein derartig verzückend, feenhaft, fast unerlaubt schönes wesen, das kann ich auch als hetero-hetäre beurteilen, dass ich versucht war, bei marie in der folge privatunterricht in ihrer muttersprache zu nehmen. Dies scheiterte letztendlich nicht an der finanz aber an zeitmanagement/örtlichkeit und ihrem muttersein.
Ich will der tortur mit der alten frau ein ende bereiten. Ich weiß dass sie mich loswerden will und ich will sie loswerden. Sie fragt immer provokanter. Sie bohrt. Sie hat absolut garnichts an eigenen impulsen in die konversationsrunde mitgenommen. Gott wie elend ist das alles – und für so einen auftritt lerne ich seit 30 jahren der ihre sprache? Herr lass es hirn regnen, sag ich immer wieder. diese frau ist eindeutig Keine_Gelbe! Ja endlich befreie ich mich aus fängen, zungenspitze, knie und achselhöhlen dieser elendigen native speaker verballhornung. Nur weg hier weg. Zum nächsten termin. Und der termin anschließend war ein termin mit sicherheitskräften und der war wirklich schön. Der folgetermin hat mir den abend gerettet./757w

391-Gelbe_Ab_Schiede

einmal mehr verweise ich auf albert espinosa, der mir ja im denken recht ähnlich ist. Am ende seines buches schreibt er über die gelben freundschaften (amarillo). Ich interpretiers für mich vielleicht nicht ganz so, wie ers gemeint hat – bei ihm wars so, dass das vorübergehende bekanntschaften im rahmen seiner klinikaufenthalte waren. Mit jemand unbekannten teilt man einen raum, tauscht sich inhaltlich intensiv miteinander aus – geht dann auseinander, und wird sich nie wieder sehen. Ich bin sehr froh, dass ich in den letzten 14 jahren grad mal 2 + 3 + 1 spitalsnächte hatte – für harmlose routine eingriffe. Und selbst da wars so, dass mir frauen von damals noch heute im gedächtnis sind. Ich vielleicht gern mit denen in kontakt geblieben wäre, das aber nicht thema war.
Was heute thema ist, sind wieder einmal die whatsapp kontakte. Jene plattform, auf der ich diese kontakte rekrutiere (welche sich ja letztlich als reale begnungen gestalten sollten, dies aber gottlob seltenst tun), bietet die möglichkeit via mail dann bald mal auf whatsapp umzusteigen. Ein kardinalfehler geschieht dabei in der balzphase. Man hat sich grad mal die ersten zeilen geschickt und unterbricht plötzlich für stunden, wegen akku oder weil man unterwegs ist. Das kann den gesamten kontakt in die binsen hauen. In weniger als der hälfte der fälle klappts, dass man den kontakt weiterführt. Und irgendwann gerät dieses zarte, entstehende band in ein stadium, wo die 2 miteinander kommunizierenden dann feststellen „ausbaufähig oder leere kilometer“. Nun meist bin ich es, die den kontakt dann technisch blockiert (auf whatsapp möglich), als zeichen, dass hier auch bloße mailerei genügt. Dass einen das whatsapp nimmer weiterbringt, infolge mangelnder ausbaufähigkeit einer etwa entstehenden freundschaft. Es verschwinden diese korrespondenten dann wieder aus meinem leben. Man hat sich ein weilchen ausgetauscht, geht wieder auseinander und hat sich aber was mit auf den weg gegeben. Ebenso wie die gelben in alberts spital. Sie sind dann wieder weg. Das tut ein bisschen weh. Es sind kleine abschiede. Es sind vielleicht verpasste chancen. Aber sie werden aufgegeben, um anderen, neuen chancen platz zu machen. Wenn jemandem wirklich was an der weiterführung des kontakts liegt, kann er ja die mailschiene weiterfahren. Und wenn er sich da bewährt, kann er auch wieder entblockt werden. Wiewohl dieses rehabilitationsphänomen meines wissens bis dato noch nicht aufgetaucht ist. Aber wenn so whatsapper das lesen, so ungeschickte, vielleicht reißen sie sich ja zusammen und rehabilitieren einen blockierten whatsapp kontakt. Bin gespannt wenn ich selber mal blockiert werde. Ich weiß dann zumindest, wie elegant und doch unaufdringlich vorzugehen ist. Pic von rodeen_m pixabay;415w

390-Sixteenth_Anniversary

querverweis_15
oben seht ihr eine 4er matrix, die 16 felder hat. diese stehen für jedes jahr, in dem die woelfin domain schon existiert. rund hundert beiträge sind seit dem vergangenen geburtstag entstanden. einstweilen trat die große neue berufsherausforderung ins leben, es intensivierte sich das ehrenamt, welches nun dem beruf platz machen müssen wird. das jahr hindurch habe ich dankenswerterweise immerhin in den falter gratis klaz’ln inserieren dürfen und lesen tue ich diese stadtzeitung auch recht brav. obwohl sie recht eindeutig schwer linkslastig ist.
die storydichte war nicht so groß wie in den ersten acht monaten, wo immerhin für jeden tag im schnitt fast eine story entstand. die inhaltliche ausrichtung geht jetzt weg von den serien (aufsess-alphabet / alliterationen-alphabet), was sich auch in der aufgelösteren dichte der beiträge niederschlägt. in einer woche startet die dsvgo, weswegen es ab heute auch die obligatorische datenschutzerklärung auf der seite geben wird. ich wünsche der hochwohlgeneigten leserschaft auch weiterhin gute unterhaltung auf der wölfinnenseite.